Dübelclub feierte 20-jähriges Bestehen

Adorf(Jens Figge). 20 Jahre Dübelclub Adorf, gegründet im Juli 2004 auf dem damals noch stattfindenden Kram- und Viehmarkt. Aber wie kommt man auf so einen Namen und was macht man in diesem Verein? In geselliger Runde zu späterer Stunde in lauer Sommernacht am Pavillon hat einer einen Dübel in der Tasche gefunden und seinen Kumpel gefragt, ob er ihn nicht brauche. Klar antwortete der andere, kann man doch immer mal gebrauchen. Es wurde etwas gelacht und die Idee kam, kommt wir gründen einen „Dübelclub“. Nach kurzer Zeit fand auch ein erstes Treffen der Gründungsmitglieder statt und der vielseitigste Verein der Welt war geboren. Die Aktivitäten in den Anfangsjahren waren ein regelmäßiges Fußballspiel um den Wirme-Pokal gegen die Nachbarn aus Wirmighausen und das Ausschießen eines Vereinskönigs an Birnbaums Schießbude auf dem Kram- und Viehmarkt. Da die Mittglieder aktuell in den 30 und 40er Jahren sind, ist das Fußballspiel etwas in den Hintergrund gerückt. Gelegentlich wird an Team-Spiel-Veranstaltungen wie zum Beispiel der Klostertrophy in Immighausen teilgenommen. Im Advent, kurz vor Weihnachten kommt der Verein zu seiner legendären Weihnachtsfeier zusammen, wo in geselliger Runde das Jahr Revue passiert wird und von den Nikoläusen der eine oder andere Ausrutscher von Vereinsmitgliedern im abgelaufenen Jahr aufgedeckt wird. Ein besonderes Highlight war sicher die Einladung eines Dübelherstellers in die Nähe von Kaiserlautern. Sie fanden die Idee eines solchen Vereins einfach gut und gaben eine ausführliche Besichtigung ihrer Produktion zur Herstellung von Dübeln und des Entwicklungslabors, wo neue Dübeltechniken getestet werden. Mittlerweile besteht der Verein aus 52 Mitgliedern, einen Vorstand gibt es immer noch nicht. Jeder kennt seine Aufgaben und alles läuft einfach und harmonisch ab. Man kennt sich halt schon sehr.

Ziel des Vereins ist es weiterhin einen geselligen Ausgleich mit Gleichgesinnten in der hektischen und schnelllebigen Zeit zu schaffen. Alle Mitglieder sind in anderen Vereinen in Adorf oder Diemelsee in Positionen mit Verantwortung engagiert und setzen sich dort für die Gemeinschaft ein. Außerdem stehen alle dem Handwerk nahe bzw. sind in Diemelseer Gewerbebetrieben beschäftigt oder leiten diese. Man kann sagen, sie haben eine „feste Verbindung“ zu Diemelsee. Das außergewöhnliche Jubiläum wurde eine würdige Feier. Die Rhenegger Halle war mit Trikots der Mitgliedern geschmückt, welche bei den legendären Fußballspielen gegen die Wirmighäuser getragen wurde. Es gab eine Ausstellung von Bildern aber auch von unterschiedlichen Dübeln, Pokalen unnd Urkunden, die sich über die 20 Jahre angesammelt hatten. An der Schwerlast-Dübelbar konnte man Cocktails bekommen.

Foto: pr

Jan-Wilhelm Pohlmann, Mitglied des Landtages und des Dübelclubs ließ es sich nicht nehmen und eine kleine Rede zu halten. Zuerst verlas er jedoch ein Grußwort des Bundesvorsitzenden der Dübelpartei, Frank Linnekugel aus Medebach. Er war leider verhindert, aber wünschte seinen Düblern eine tolle Partynacht. Jan-Wilhelm Pohlmann fragte sich, wie ChatGPT wohl ein Grußwort für den Dübelclub schreiben würde und ließ die künstliche Intelligenz für sich arbeiten. Heraus kam ein wirklich überzeugendes Grußwort an die besten Dübel im ganzen Land, deren Verein weiter fest im Boden verankert bleiben soll und für viele weitere Jahre halten soll. Er überreichte noch eine Bohrschablone und einen Blasebalg zum Reinigen von Bohrlöchern. Auch die Heringhäuser Schützen hatten ein Geschenk mitgebracht. Nach diesem kurzen offiziellen Teil wurde bis in die frühen Morgenstunden gefeiert. Der Dübelclub bedankt sich bei allen Helfern und Unterstützern. Der Name „Dübelclub Adorf“ auf dem Vereinshemd ist immer gut, um mit anderen Leuten ins Gespräch zu kommen. Und so lange man im Gespräch ist, kann es auch weiter in die Zukunft gehen, darauf freut sich der Verein.